Worte der Gefühle

Worte….sie können uns zum Lachen oder Weinen bringen. Sie können uns verletzen oder uns heilen. Seit Anbeginn der Menschheitsgeschichte haben uns die größten Lehrer, Denker und Anführer Wörter benutzt um auf unsere Gefühle einzuwirken. Worte können nicht nur Gefühle sondern auch Handlungen auslösen die bestimmte Ergebnisse erzielen.

Worte haben Macht

Die Worte die wir tagtäglich wählen wirken sich auf unsere innere Kommunikation aus. Wir können unser Selbstwertgefühl steigern oder uns niedermachen und in Depression verfallen. Unsere Sprache enthält nicht nur zahllose Begriffe, die nicht nur eine wörtliche Bedeutung haben, sondern eben auch Gefühle in uns auslösen. Wenn du beispielsweise sagst: „Ich hasse meinen Job“, „Ich hasse mein Leben“ dann sind das starke negative Gefühle die da in dir hochkommen. Wenn du deinen Wortschatz änderst, Worte die du ständig benutzt um deine Gefühle auszudrücken kannst du deine Denkweise, deine Emotionen und somit dein Leben ändern.

Beispielsweise fühlt man sich stärker wenn man wütend ist. Und wenn man sich stark fühlt, kann man was ändern und etwas in Bewegung setzen. Aber, man verliert auch die Kontrolle über sich selbst, wenn man in Wut gerät. Schwierigkeiten beginnen meist damit, das wir ständig unsere negativen Wahrnehmungen in Worte fassen, wie eben „Ich bin wütend“, „Ich bin deprimiert, „Ich bin verärgert“ etc.etc.

Worte haben ob du es glaubst oder nicht, nicht nur eine Auswirkung auf unsere Gefühle sondern auch eine biochemische Auswirkung auf unseren Körper. Ich kann mich noch gut erinnern, als ich ständig sagte wenn ich wütend war „Das geht mir auf die Eier“. Nach einigen Jahren des Wiederholens hat sich das ganze so stark in meinem Körper manifestiert, das ich 2016 Hodenkrebs bekam und mich mehreren Chemotherapien unterziehen musste.

Falls du im Moment daran zweifelst, überlege doch bitte mal ernsthaft, ob es Begriffe gibt, die bei dir auf der Stelle eine emotionale Reaktion auslösen. Wie würde es sich anfühlen wenn dich jemand aufs übelste beschimpft und dich dabei anschreit? Hast du so eine Situation schon mal erlebt, kannst du dich an sowas erinnern? Wie hat sich das angefühlt? Wie fühlt es sich im Moment an, wo du darüber nachdenkst?

In diesem Moment entsteht in dir sicherlich eine stärkere Anspannung als wenn man dich lobt und dir Komplimente macht. Dich einen „Engel“, ein „Genie“ oder einen „Schatz“ nennt!? Richtig!?

Die Begriffe die wir ständig benutzen wirken sich auf unsere Denkweise aus. Ich persönlich meide das Wort „Deprimiert“. Dieses Wort ruft bei mir unangenehme Gefühle in mir hervor. Das war aber nicht immer so. Ich verwende stattdessen lieber das Wort „Frustriert“. Das Wort Deprimiert sorgte immer dafür das ich praktisch überall unlösbare Probleme sehe. Apropos Probleme. Statt diesem Wort verwende ich gerne das Wort „Herausforderung“. Das ist nämlich nicht so negativ behaftet. Ich streite beispielsweise nicht mit meiner Frau. Wir führen stattdessen eine angeregte Unterhaltung. Merkst du den Unterschied?

Was Worte bewirken können

Wie würde es sich wohl anfühlen wenn du:

  • a) die negativen Begriffe die du täglich verwendest minimieren,
  • b) die positiven Wörter verstärken könntest?

Kleine Übung:

Schreib mal drei Wörter auf die du regelmäßig verwendest, die dich in eine sagen wir mal unangenehme Stimmung versetzen.
Beispielsweise „langweilig“, „traurig“, „wütend“, „frustriert“.

Und jetzt schreib mal drei Wörter auf die dich in eine aufmunternde Stimmung versetzen „Geil“, „Spitzenmäßig“, „Fantastisch“

Unser Gehirn begrüßt es Schmerzen zu vermeiden und Freude zu empfinden. Lass mich dir daher Tipps geben, welche Wörter du in Zukunft wählen solltest um langfristig etwas zu bewirken. Diese Worte haben bestimmt Einfluss auf deine Gefühle.

Negative WörterUmwandeln in
Ängstlich Beunruhigt
Besorgt Unbehaglich
DummEinfallslos
FaulEnergiesparmodus
Oh, ScheißeAlter Schwede
UngeduldigVoller Vorfreude
LangweiligUnterfordert
WütendAngespannt
TraurigNicht in Stimmung
ProblemeHerausforderung

Ich bin mir sicher das dir noch weitere Wörter einfallen. Fallen dir nun Alternativen zu den Wörtern ein, die du dir aufgeschrieben hast, die in dir negative Gefühle auslösen? Ganz bestimmt sogar!

Lass uns doch mal positive Wörter verstärken.

Positive WörterUmwandeln in
In OrdnungPerfekt
StarkUnbesiegbar
SelbstsicherZuversichtlich
ZufriedenKönnte nicht besser sein
GroßartigPhänomenal
SchlauGenial
GlücklichEuphorisch
NeugierigFasziniert
Gut Ausgezeichnet
KonzentriertFokussiert

Auch hier fallen dir bestimmt noch weitere Wörter ein!

Worte können Gefühle sowohl erschaffen als auch zerstören

Oft ist uns die macht der Worte, die wir in ihrer Gegenwart benutzen, gar nicht bewusst. Wir äußern gedankenlose Bemerkungen die womöglich der gegenüber persönlich nimmt. Genau das ist auch der Grund warum manche Beziehungen in die Brüche gehen, denn vor lauter Wut verwenden wir manchmal Wörter die wir gar nicht so meinen und doch kommen sie aus unserem Mund und verletzen den anderen.

Mit Hilfe dieser Denkweise und dem ändern deines täglichen Wortschatzes wird sich sowohl dein Privatleben als auch Berufsleben verbessern. Wie kommunizierst du mit deinen Kindern, deinem Partner oder deinen Arbeitskollegen? Übrigens ahmen wir über unsere Spiegelneuronen unbewusst das Verhalten unserer Umgebung wider. Was Spiegelneuronen sind, kannst du hier nachlesen. http://www.betterchoices.at/spiegelneuronen

Deshalb sollten wir uns bewusst machen das Worte die Macht haben sowohl etwas zu schaffen als auch zu zerstören.

Solltest du noch immer skeptisch sein, empfehle ich dir das ganze doch mal selbst bei dir aus zu probieren und zu beobachten was passiert. Wenn du das nächste mal „wütend“ bist, fragt dich doch selbst ob du wirklich wütend bist oder eher „enttäuscht“ oder „gekränkt“ bist. Den mit Enttäuschungen und Kränkungen kann man einfacher umgehen als mit Wutgefühlen.

Probier´s aus und ersetze die Wörter die du normalerweise benutzt, gegen bessere.

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